Heiraten in Berlin Wedding

Heiraten

Wer in Wedding wohnt, wohnt zentral, günstig, bodenständig – Tür an Tür mit vielen Nationalitäten und original Berlinern mit der berühmten “Schnauze mit Herz”. Genau genommen gehört auch Wedding zu dem Berliner Bezirk Mitte. Der Wedding ist sehr speziell, total anders als die Gegend rund um das Brandenburger Tor, ein uriger Bezirk ohne Glamour und teure Flaniermeilen.
Wedding ist ein traditioneller Arbeiterbezirk, der im Gegensatz zu Prenzlauer Berg und Friedrichshain stolz diesen Charakter pflegt.

Die Bewohner Weddings sind resolut und auf eine kecke Art freundlich. Der Bezirk Mitte, zu welchem Wedding seit dem Jahr 2001 offiziell gehört, hat den höchsten Ausländeranteil Berlins, daher lebt es sicher hier bunt gemischt und multikulturell, jedoch auch nicht völlig konfliktfrei. Wedding gehört zu den ärmeren Ecken. Die Nachbarn sind häufig Migrantenfamilien, Arbeiter, Studenten und Rentner. Nichtsdestotrotz wird auch hier geheiratet, die ein oder andere Mischehe nicht ausgeschlossen. Eine Wedding in Wedding, wenn das nicht witzig ist.

Das Stadtbild ist durchmischt. Rund um die weniger schönen Ecken Müllerstraße und Leopoldplatz herrscht Großstadtchaos und ein hohes Verkehrsaufkommen. Weiter westlich hinter dem kleinen Flüsschen “Panke” bietet der große Volkspark Humboldthain mit einem Freibad im Sommer und einer Rodelbahn im Winter erholsamen Ausgleich. Altbauwohnungen aus der Gründerzeit, nur zum Teil saniert, häufig noch mit Speisekammer und Ofenheizung versehen, drücken die Mietpreise. Wer gerne edel und teuer shoppt, für den ist Wedding ungeeignet. Hier lebt es sich bodenständig! Vom Gemüsehändler bis um Eisenwarenladen – kleine Familienunternehmen sind in Wedding die Regel. Durch die Mall “Gesundbrunnencenter” hat Wedding an Attraktion gewonnen und zieht viele aus den umliegenden Stadtteilen zum Shoppen hierher.

Die standesamtliche Trauung

Voraussetzung für die standesamtliche Eheschließung ist, dass alle notwendigen Papiere beieinander sind, das Aufgebot des Brautpaares auf dem Standesamt in Wedding öffentlich ausgehängt war, erst dann kann, meist in Gegenwart von zwei Trauzeugen, die Eheschließung vollzogen werden.

Die Verlobten erklären auf Befragen des Beamten und in Gegenwart der Trauzeugen, dass sie die Ehe miteinander eingehen wollen. Im Namen des Rechts sind sie dann schließlich Mann und Frau und unterschreiben als rechtsverbundene Eheleute mit dem Familiennamen. Anschließend wird die Eheschließung in das neue Familienbuch eingetragen.

Der Standesbeamte hat das Hausrecht im Standesamt, es bleibt ihm überlassen, wie er die Feier gestaltet und wie lange er den Trauakt ausdehnt. Es ist eine Ermessensfrage, die nicht zuletzt von den Räumlichkeiten des Standesamtes abhängt, ob an der standesamtlichen Trauung auch noch die Familie und enge Freunde des Brautpaares teilnehmen können. In der Bundesrepublik Deutschland gilt der Grundsatz der Zivilehe, daher ist eine kirchliche Trauung ohne rechtliche Bedeutung, wenn vorher keine standesamtliche Trauung erfolgt ist.

Der Bräutigam holt die Braut zur standesamtlichen Trauung mit einem Blumenstrauß ab. Sollte am gleichen Tag noch die kirchliche Trauung angesagt sein, so müssen sich die beiden Blumensträuße unterscheiden. Folgt keine kirchliche Trauung, so ist es jetzt oft üblich, dass die Braut für den Weg zum Standesamt auch ein weißes Brautkleid auswählt. Sonst trägt die Braut auf dem Standesamt das, was ihr gefällt, modische Kleidung, die ihren Typ betont. Es spielt keine Rolle, ob es sich um ein Kostüm, einen Hosenanzug oder ein Nachmittagskleid handelt. Dazu noch ein Vorschlag: Man kann zu dieser Gelegenheit ruhig einmal einen Hut tragen. Handschuhe, Schuhe mit passender Handtasche gehören zu den wichtigsten Accessoires.

Mit der Kleidung für den Bräutigam ist es genauso. Er wird meist einen gedeckten Anzug wählen oder eine elegante Kombination. Die Trauzeugen sollten sich dem Stil der Brautleute anpassen, was auch bedeuten sollte, dass man vorher die Kleidung miteinander bespricht. Außerdem: Nur wenn unser Gleichgewicht gewahrt bleibt, dann stimmt die Chemie – und es lebe die Liebe.

Es wird also wirklich in Wedding geheiratet und nicht nur im gleichnamigen Film.

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